Donnerstag, 20. April 2006

Die Nobelpreisträgerin und die Medien

Christiane Nüsslein-Volhard hat mir einen meiner wenigen journalistischen Scoops beschert. Vor nun schon acht Jahren schrieb ich der Medizinnobelpreisträgerin ein Mail mit Fragen zum Thema Frauen in den Naturwissenschaften. Sehr originell. Mit einer Antwort hatte ich kaum gerechnet, umso erstaunter war ich, dass sie mir innerhalb weniger Minuten meine Fragen kurz, aber doch bündig beantwortete.
http://www.falter.at/heureka/archiv/98_6/06.php
Wir haben dann natürlich groß damit angegeben, was die „Laureatin“ uns da so alles anvertraut hat.

Aus ihrer Perspektive sieht das freilich etwas anders aus. In einem lesenswerten Interview mit einer Tübinger-Unizeitung „attempto!“
http://www.uni-tuebingen.de/uni/qvo/at/attem05/text5/text502.html
gibt sie über ihr Verhältnis zu den Medien ausführlich Auskunft. Ihr ist natürlich bewusst, dass man sich mit ihr „schmücken“ will. Alles lässt sie freilich nicht mit sich machen. Auf Aufforderungen wie „Erklären Sie in 45 Sekunden, wofür Sie den Nobelpreis bekommen haben.“ erwidert sie: „Nein, das mache ich nicht, das geht nicht. Punkt.“
Die wissenschaftlichen Inhalte bleiben allzu oft auf der Strecke, bedauert die Entwicklungsbiologin. Mitunter muss sie resignieren, wenn die Journalisten nicht mal wissen was ein Gen ist. Gegenlesen von Artikeln wird zur Qual: „ Bei manchen Journalisten habe ich es aufgegeben, deren Beiträge kamen so verkorkst zurück, daß ich das Gefühl hatte: Es hat keinen Zweck, ich erzähle lieber etwas vom Ambiente.“

All das ist nachvollziehbar. Nüsslein-Volhard kennt die Mechanismen der Medien, schätzt sie aber nicht und klagt stattdessen, dass Wissenschaft als Kulturgut nicht genügend anerkannt sei. Und jetzt kommt mein ceterum censeo: dass sie selbst sehr stark von einem hierarchischen Verhältnis von Wissenschaft oben und Medien bzw. Öffentlichkeit unten ausgeht, reflektiert sie zumindest in diesem Interview nicht. Sie vertritt das Defizitmodell in Reinform: mehr Erklärungen und Inhalte in die Medien und alles wird gut. Ich glaube ich muss ihr mal wieder eine Mail schreiben.

Dienstag, 18. April 2006

roger penrose kommt nach wien!

und zwar um genau an dessen 100. geburtstag über gödel zu sprechen.
nämlich hier

Donnerstag, 13. April 2006

Brustkrebsvorsorge ist super! Und Medien sind lernunfähig

Die Medizin kann immer mehr Leben retten, wenn nur alle mitspielen: Die Frauen, die sich ständig mammoscreenen lassen und die Medien, die sie zur Untersuchung anstiften.
Freitag auf science.orf.at
http://science.orf.at/science/news/144170
„Eine Routineuntersuchung auf Brustkrebs könnte Angaben der EU-Kommission zufolge Tag für Tag das Leben von fast 90 Frauen in Europa retten, 32.000 Todesfälle pro Jahr wären vermeidbar.“ Wer kann da widerstehen? Noch früher screenen lassen und alles wird gut.

Schön wär’s. Dass Brustkrebsvorsorge in den letzten Jahren stark in die Kritik geraten und deren Nutzen keineswegs so eindeutig ist, stand in sehr vielen deutschsprachigen Medien zu lesen. Die Sache ist kompliziert. Ein Verweis auf die Website von Klaus Koch www.evibase.de mit zahlreichen bestens recherchierten Artikeln muss hier genügen.

Und die Lehre? Medien haben zwar ein Archiv, aber leider kein Gedächtnis. Eine Meldung flattert auf den Redakteurstisch und schon fällt man wieder hinter den auch im ORF erreichten Diskussionsstand zurück.
http://oe1.orf.at/highlights/47542.html

Montag, 10. April 2006

Wonders, oh Wonders: das erste Europäische Wissenschaftsfestival

Die österreichische Science-Week ist tot, es lebe das europäische Wissenschaftsfestival. Ende März trafen sich in Wien die Organisatoren des ersten europäischen Wissenschaftsfestivals WONDERS (das Akronym steht für Welcome to Observations, News & Demonstrations of European Research and Science), um die Sache zu launchen, wie man so unschön sagt.
Die Aktivitäten sind vielgestaltig und reichen von einem Wissenschaftskarussell über Wissenschaftscafés bis was weiß ich.
Mehr Infos unter http://www.euscea.org/main/default.asp?id=147

Der Wiener Koordinator von WONDERS ist im Übrigen der ehemalige Science-Week-Betreiber Peter Rebernik

Wissenschaftspublizistischer Preisregen

Der FWF prescht mit einem Preis für die WissenschaftlerInnen vor, die Steiermark zieht für die JournalistInnen nach: mit dem dem Inge-Morath-Preis des Landes Steiermark.

Voilà auch gleich der gesamte Ausschreibungstext. Bewerbet Euch und gewinnet!

Um den enormen Stellenwert von Wissenschaft und Forschung für eine positive Zukunftsentwicklung der Gesellschaft im Allgemeinen und der Steiermark im Besonderen sowie um die Bedeutung des Wissenschafts- und Forschungsstandortes Steiermark als dynamisches geistiges Zentrum der EU-Zukunftsregion im Süd-Osten verstärkt im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, wurde auf Initiative von Landesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder der „Inge Morath-Preis des Landes Steiermark für Wissenschaftspublizistik“ geschaffen, der erstmals 2006 ausgeschrieben und verliehen wird. Die in Graz geborene und Zeit ihres Lebens immer wieder in die Steiermark zurück gekehrte Inge Morath (1923-2002), deren Eltern Wissenschafter waren, hat bekanntlich als Journalistin und Fotografin hohes internationales Ansehen erworben.
 
Die Ausschreibungsbedingungen:
 
Der Inge Morath-Preis des Landes Steiermark für Wissenschaftspublizistik wird in 3 Kategorien verliehen.
 
a)     Internationaler Preis für Veröffentlichungen internationaler Medien dotiert mit € 5.000,--
b)     Preis für Veröffentlichungen in österreichischen Printmedien (inkl. Nachrichtendienste) dotiert mit € 5.000,--  (Preis für Printmedien)
c)      Preis für Veröffentlichungen in österreichischen elektronischen Medien (inkl. Nachrichtendienste) dotiert mit € 5.000,-- (Preis für elektronische Medien)
 
Mit dem Inge Morath-Preis will das Land Steiermark die große Bedeutung eines verantwortungsbewussten, qualitätsvollen Wissenschaftsjournalismus unterstreichen und Publizistinnen und Publizisten auszeichnen, die kompetent wissenschaftsbezogene Themen behandeln und damit in der Öffentlichkeit das Interesse und die Akzeptanz für Wissenschaft und Forschung wecken und vertiefen helfen.

 
Von besonderem Interesse sind Arbeiten, die sich mit dem Wissenschafts- und Forschungsstandort Steiermark und den wissenschaftlichen Leistungen in der südosteuropäischen Zukunftsregion, also insbesondere Slowenien, Kroatien, Westungarn, Oberitalien, und ihren Bezügen zur Steiermark als ihr dynamisches Zentrum auseinandersetzen.
 
Eingereicht werden können Beiträge, die im Zeitraum 7. April 2005 bis 6. April 2006 publiziert oder gesendet wurden.
 
Einreichungen einschließlich eines Lebenslaufes und einer Werkliste können bis 7. Juli 2006 (Poststempel) beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung für Wissenschaft und Forschung, Palais Trauttmansdorff, Trauttmansdorfgasse 2, 8010 Graz vorgenommen werden.
 
Bewerber können auch von Dritten vorgeschlagen werden.
 
Die Zuerkennung des Preises erfolgt durch Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung nach Prüfung und Antragstellen einer Jury, der Vertreter der Wissenschaft, der F&E orientierten Wirtschaft und der Publizistik angehören.
 
Die Ausschreibung des „Inge Morath-Preises des Landes Steiermark für Wissenschaftspublizistik“ erfolgt am 7. April 2006 in der Grazer Zeitung. Das Statut des Preises wurde am 31. März 2006 in der Grazer Zeitung kundgemacht
 
Für alle weiteren Informationen steht in der Abteilung für Wissenschaft und Forschung, Herwig Hösele, Tel +43/316/877-3404, Fax +43/316/877-4551, E-Mail herwig.hoesele@stmk.gv.at zur Verfügung.
 
Die erstmalige Überreichung des Preises erfolgt am Österreichischen Nationalfeiertag am 26. Oktober 2006 im Rahmen einer öffentlichen Präsentationsveranstaltung durch die für Wissenschaft und Forschung in der Steiermärkischen Landesregierung zuständige Landesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder.
 

Preise für Wissenschaftskommunikation

In der April-Ausgabe des Info-Magazins des FWF wird stolz die Ausschreibung von Preisen für Wissenschaftskommunikation angekündigt.

Leider richtet sich die Ausschreibung nur an ProjektleiterInnen und MitarbeiterInnen von FWF-Projekten. Aber vielleicht haben die ja Beratungsbedarf, wie sie ihre Inhalte „verständlich und überzeugend an Zielgruppen außerhalb der Scientific Community“ (FWF Info) kommunizieren sollen.

Jedenfalls: Der FWF vergibt ab 2006 jährlich Preise (einen 1., 2. und fünf 3. Preise) für Wissenschaftskommunikation. Ausgezeichnet werden „hervorragende Maßnahmen, die das Ziel haben, wissenschaftliche Inhalte aus vom FWF geförderten Projekten an wichtige Zielgruppen zu kommunizieren.“ (FWF, Ausschreibungstext).

Sämtliche vom FWF geförderten Forschungsprojekte finden sich unter:
Bewilligte Projekte nach Wissenschaftsdisziplinen

Sonntag, 9. April 2006

Science News für die Welt von morgen

Wer das alles liest? Ich bookmarke jetzt auch www.morgenwelt.de, aber zum regelmäßigen Leser dieses online-Magazins werde ich sicher nicht. Ordentlich gemacht, aber nicht sehr spannend, so mein erster Eindruck.
Das Beispiel Morgenwelt zeigt, dass vieler diese Dienste in Deutschland verlinkt und verbandelt sind: die Kurzmeldungen (etwa zwei pro Tag) kommen vom www.scienceticker.de oder Wissenschaft aktuell http://62.27.84.81/ . Deswegen stellt sich auch schnell das Gefühl ein, das alles schon gehört bzw. gelesen zu haben.
Der Button Blog führt zu www.wisskomm.de
Ob die längeren Beiträge, disziplinär geordnet, Originalbeiträge sind? Vermutlich schon, der Belieferungsrhythmus ist sehr unterschiedlich, der letzte Mathebeitrag ist von 2004. Es handelt sich in jedem Fall um sehr klassischen Wissenschaftsjournalismus, indem man nur etwas über die Endprodukte und nichts über den Prozess der Wissenserzeugung erfährt.

Es gibt einige Anzeigen auf der Site, wie viel Einnahmen das abwirft ist schwer zu sagen.
Betreiber ist die Morgenwelt Media GmbH, eine Berliner Agentur, die Medien, Unternehmen, Forschungsinstitute etc. mit Content beliefert. Im Impressum sind fünf Mitarbeiter aufgeführt, dazu eine lange Liste von Autoren, darunter etwa Niels Boeing.

Samstag, 8. April 2006

Wer hätte das gedacht

Wie allenthalben in diversen Agenturmeldungen zu lesen war (oder hier: http://futurezone.orf.at/it/stories/101303/), hat der Leiter des Studiengangs Online-Journalismus an der Fachhochschule Darmstadt, Prof. Lorenz Lorenz-Meyer, bei den Frankfurter Journalistentagen darauf hingewiesen, dass das Wissen der Blogger in der allgemeinen Wahrnehmung oft unterschätzt werde - vor allem von Journalisten. (Außer sie sind selbst Blogger;-)
Und als "Beweis" wird der Herr Professor mit folgender Aussage zitiert: "Für fast jedes Thema von Politik bis Wissenschaft (!) gibt es qualifizierte Blogger, die es sich lohnt zu lesen." Na Bravo! Ein wenig konkreter immerhin der Geschäftsführer der Netzeitung, Philip Graf Dönhoff, für den sich Journalismus und Blogger ergänzen. Die "Blogosphäre" sei unter anderem für Recherche und Themenfindung wichtig.
Was ich mich frage – auch im Hinblick auf eine Einladung eine Blog-Expertens für eine SciMedia/SciBlog-Abschlussverstanstaltung: Weiß man über die Bloggerei tatsächlich nicht mehr als solche Trivialitäten?
Und vielleicht muss man dafür ja nur in Blogs recherchieren...

Donnerstag, 6. April 2006

sex. drugs & shadow prices

im rahmen der böhm bawerk lectures (der mann vom 100 ats-schein) war edward kaplan gestern (5.4.06), zu gast im festsaal der öaw. der ami ist ökonom, stadtplaner, statistiker und "operations research"-guru vom mit.
seine parole: or can save lifes. zumindest ich hatte bis gestern keine ahnung, was operations research (or) ist/sind. es war nicht leicht dem durch die folien flitzenden, ziemlich schnell sprechenden us-ökonomen zu folgen, aber ich versuche mich dennoch an einer zusammenfassung.

2005 starben weltweit 3 mio. menschen an aids, 5 mio haben sich neu angesteckt und 40 mio leben mit dem virus.

annahme eins: eine hiv-infektion/aids erkrankung ist ein vermeidbare todesursache, man muss sich nicht mit hiv anstecken
annahme 2: or erleichtern entscheidung/planung der vergabe von geldmitteln und leisten nicht nur im betriebswirtschaftlichen, sondern auch im volkswirtschaftlichen bereich gute dienste, in diesem fall in der epidemiologie.

edward kaplan und seine mitarbeiter untersuchen mit "or": welche programme verhindern am meisten hiv-neuinfektionen und welche regionen der erde sind am stärksten betroffen. er kombiniert die beiden faktoren und errechnet so, wie man mit dem gleichen mitteleinsatz mehr neuinfektionen verhindert.
typische programme zielen auf spritzentausch, verhindern der übertragung von hiv von mutter auf kind, verhaltensprogramme in punkto sexualität, methadonersatztherapie etc.

in den usa wurden die gelder bisher unter den bundesstaaten aufgteilt, nach dem prinzip: umso mehr mittel, je mehr aids-fälle. ein völlig falsches signal aus der sicht eines ökonomen, denn wer erfolgreich hiv-infektionen verhindert, bekommt weniger geld.
außerdem wurde nur ungenügend erfasst wie hoch die basisrate an neu-infektionen in unterschiedlichen bevölkerungsgruppen ist.
mit simplen unmstellungen (das gilt wohl eher für industrieländer) kann viel herausgefunden werden. in so einem fall ist es gut, wenn ökonomen mal das ruder ergreifen und es genau wissen wollen, auf den dollar genau:
mit zwei verschieden empfindlichen hiv-antikörper-tests gleichzeitig im einsatz, kann besser eingegrenzt werden, wann sich jemand infiziert hat.
wenn man die sprizen mit einem barcode versieht, kann man nachverfolgen, wie schnell die spritzen ausgetauscht werden, ob die gleiche person sie abholt und zurückbringt. dabei gilt: wenn die spritze kürzer im umlauf ist, teilen sie weniger menschen, wenn man dann noch das restblut auf hiv testet, kommt man näher an die neuinfektionsrate.
or können berechnen, ob ich mit der doppelten menge an mitteln, doppelt so viele neu-infektionen verhindere und welcher mix an zweckgebundenen und nicht-zweckgebundenen mitteln man am meisten erreicht. oder ob es sinnvoll ist "policy constraints" aufzuerlegen: zb keine bundesmittel für bestimmte forschungszweige.
das zauberwort ist eine schon lange bekannte ökonomische annahme/berechnungsmethode: die schattenpreise. sie berechnen, ob mit einem euro mehr bzw. weniger, mehr bzw. weniger aidskranke verhindert werden können. und ab welchem mitteleinsatz sich überhaupt etwas bewegt.

ich höre jetzt mal hier auf: es waren etwa 1000 kurven und achsen und dollarwerte. aber es hört sich nach dem sinnvollen einsatz einer ökonomischen gesetzlichkeit an. wichtig ist, dass hier natürlich noch ein abgleich mit ethischen grundsätzen erfolgen muss, wsa kalan durchaus klar ist. man wird nicht aufhören babys vor der übertragung von hiv durch die mutter zu schützen, aber man muss damit rechnen, dass sie rate an waisenkindern in die höhe schnellt. also vielleicht doch ein paar mittel für die behandlung der mütter abzweigen...

Österreichischer Journalistinnenkongress

Am 30. und 31. März fand der 8. Österreichische Journalistinennkongress statt. Hier eine Auswahl an Projekten und Links zum Selber-Stöbern.

1. Frauen in der Medienwelt
Karen Ross, Professorin für Mass Communication an der University of Coventry, präsentierte die Studie GMMP international (Global Media Monitoring Project).
Nach 1995 und 2000 wurden im Februar 2005 an einem Stichtag in 76 Ländern Nachrichten aus Fernsehen, Zeitung und Radio erhoben und nach Genderkriterien ausgewertet. 52 % der Weltbevölkerung sind Frauen, aber:
• nur 21% der Menschen, über die in den Medien berichtet wird, sind Frauen
• 86% der Menschen, die in den Nachrichten zitiert werden, sind Männer
• 83% der ExpertInnen, die zitiert werden, sind Männer
• Männer berichten eher über „harte News“ (Politik, Wirtschaft), Frauen häufiger über „Softhemen“ (Familie, Gesellschaft...)
Ausführliche Ergebnisse und Informationen über das Projekt:
Who makes the news?

Marlies Hesse, Geschäftsführerin des Deutschen Journalistinnenbundes berichtete über GMMP Deutschland. Weiters erzählte sie über die Initiative der Badischen Zeitung die sich am Frauentag 2006 einmal mit einem weiblichen Blick auf das Weltgeschehen versuchte und damit sehr gut ankam. Winzerinnen, Frauen und Geschwindigkeitsübertretungen beim Autofahren, Frauen im Sport.... ein interessantes Projekt, das viele weiterführende Fragen eröffnet.
Badische Zeitung am Frauentag 2006

Um die Darstellung von erfolgreichen Frauen in Medien geht es in der Journalistinnen-Bund Untersuchung „Angela-Watch: Is was Kanzlerin?“
„Das Merkel“ schrieb z.B. die Satireschrift Titanic, um ein sehr provokantes Beispiel zu zitieren. Aber auch der Umgang mit Merkel in den seriösen Blättern ist aufschlussreich.
Angela- Watch

2. Netzwerke und Datenbanken
Brigitte Handlos stellt das Frauennetzwerk Medien vor, dem sie vorsteht. Es handelt sich dabei um ein überparteiliches Netzwerk von Medienfrauen: Journalistinnen , PR-Frauen....bei dem es vorwiegend um berufliche Interessen geht und das die Teilnehmerinnen beruflich weiterbringen soll. („wir sind kein Kaffeekränzchen und keine Selbsthilfegruppe“).
Frauennetzwerk Medien

Alexandra Buhl stellt die Österreichische Expertinnendatenbank vor:
In der Datenbank finden sich (drzt. 539) Expertinnen aus unterschiedlichsten Bereichen. Die Suche ist nach Sparten (z.B. Politik, Recht, Medien...) möglich oder nach Stichworten (z.B. Quantentechnologie...)
Expertinnendatenbank

Laura Henderson spricht über Central European Center for Women and Youth in Science (CEC-WYS) vor, ein Projekt des 6.EU-Rahmenprogrammes vor.
Ziel: Frauen und Junge in der Wissenschaft in Zentral- und Osteuropa fördern, zu vernetzen (durch Seminare, Tagungen, Förderprogramme....). Beteiligt sind Ungarn, Slowakei, Tschechien, und Slowenien.
Datenbank des CEC-WYS: Wissenschafterinnen nach Sparten, Ländern, Stichworten (auch Geistes- und Sozialwissenschafterinnen).
CEC-WYS

Isabel Beuter berichtet über Projekte des CEWS – Center of Excellence Women in Science, in Bonn.
Ziel: Chancengleichheit von Frauen und Männer in Wissenschaft und Forschung in Deutschland, Wirkungsfeld international. Interessante Projekte, des CEWS sind z.B.
Datawomsci: Studie über bestehende Netzwerke zu Frauen in der Wissenschaft in Europa (abgeschlossen).
Folgeprojekt EPWS: European Platform of Women Scientist, versteht sich als „Netzwerk der Netze“ in Brüssel, soll Wissenschafterinnen in ganz Europa vernetzen.
Dies alles und viel mehr unter
CEWS-Center of Excellence

Sonja Russ stellt die neue österreichweite Online-Frauen-Plattform vor: es finden sich Fraueninitiativen, -gruppen, -vereine. Interessant zum Schmökern. WelchenSport betreiben die Ballerinas, wer ist frida und wohin sind die Futschistinnen? Die Antworten finden sich unter:
Frauenfakten

Mittwoch, 5. April 2006

Die Wortwarte - der Sprache beim Wachsen zusehen

Es gibt Wetterwarten und Sternwarten. Nun gibt es auch eine Wortwarte. Zu den Aufgaben der Wetterwarten gehört es, die Entwicklung des Wetters zu beobachten. Die Aufgabe der Wortwarte ist es, die Entwicklung des deutschen Wortschatzes zu beobachten und darüber zu berichten.
Wer steckt dahinter? Lothar Lemnitzer, Computerlinguist an der Uni Tübingen, trägt auf seiner Site wortwarte.de die aktuellsten Sprachkreationen zusammen ("SciCo" und "SciBlog" wären ja auch was dafür).
Er durchforstet dafür die Online-Ausgaben deutschsprachiger Zeitungen. Ampelmaut, Copy-Paste-Antwort oder Testosteronphantasie sind einige der Highlights 2006. Wissenschaft beginnt (von A-Z) beim Wissensarbeiter, geht über wissensgetrieben und Wissenskapitalflucht bis zu Wissensverdrängungsgesellschaft und Wissenswerkzeug. Trotz "simsen", "byten" und "bloggen" droht der deutschen Sprache keine Überfremdung. Anglizismen gibt es laut Lemnitzer nicht signifikant mehr als in den letzten 50 Jahren (ZEIT 13/06).

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Ein Gemeinschaftsprojekt von SciMedia, SciCo und SciBlog

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Der SciBlogger WEISEL hat es in seinem Kommentar zur...
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