Bewusster Sprachgebrauch
"Die Begriffe, die man sich von was macht, sind sehr wichtig. Sie sind die Griffe, mit denen man die Dinge bewegen kann." (Bertold Brecht)
Heute ist der erste Welt-Down-Syndrom-Tag. Bei Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) liegt das 21. Chromosom 3-mal vor, der 21.3. als Datum dieser Aktion ist also idealer Botschaftsträger.
Für das Down-Syndrom wurde lange der Begriff „Mongolismus“ und davon abgeleitet „Mongoloid“ und Ähnliches verwendet. Der aus dem 19. Jahrhundert kommende Begriff ist diskriminierend gegenüber Menschen mit Down-Syndrom sowie Menschen aus der Mongolei. Heute wird er von den meisten Medien nicht mehr verwendet (Ausnahme „profil“ Wissenschaftsseite, wo der Begriff Anfang Jänner -wenn auch in Klammern- zu lesen war).
Vorurteile gegenüber Menschen mit Down-Syndrom werden aber durch eine Reihe weiterer Formulierungen transportiert, wie zum Beispiel „Down-Kinder“ oder „leidet am Down-Syndrom“. Der Arbeitskreis Down-Syndrom empfiehlt daher:
„Down-Kinder“
Es sind zuerst und vor allem Kinder; das Down-Syndrom ist sekundär: Also: Kinder mit Down-Syndrom.
„leidet am Down-Syndrom“
bei ......liegt ein Down-Syndrom vor
Eine Liste mit weiteren diskriminierenden Formulierungen und Alternativen findet sich hier.
Eine Hilfe im sensiblen Umgang mit Begriffen bietet auch das „Buch der Begriffe. Sprache. Behinderung. Integration“ , herausgegeben von Integration:Österreich. Es ist u.a. für Interessierte aus der Medienbranche gedacht, die sich hier Basiswissen für publizistische Arbeiten abseits der Klischees holen können.
Das Buch kann hier downgeloaded oder bestellt werden.
Heute ist der erste Welt-Down-Syndrom-Tag. Bei Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) liegt das 21. Chromosom 3-mal vor, der 21.3. als Datum dieser Aktion ist also idealer Botschaftsträger.
Für das Down-Syndrom wurde lange der Begriff „Mongolismus“ und davon abgeleitet „Mongoloid“ und Ähnliches verwendet. Der aus dem 19. Jahrhundert kommende Begriff ist diskriminierend gegenüber Menschen mit Down-Syndrom sowie Menschen aus der Mongolei. Heute wird er von den meisten Medien nicht mehr verwendet (Ausnahme „profil“ Wissenschaftsseite, wo der Begriff Anfang Jänner -wenn auch in Klammern- zu lesen war).
Vorurteile gegenüber Menschen mit Down-Syndrom werden aber durch eine Reihe weiterer Formulierungen transportiert, wie zum Beispiel „Down-Kinder“ oder „leidet am Down-Syndrom“. Der Arbeitskreis Down-Syndrom empfiehlt daher:
„Down-Kinder“
Es sind zuerst und vor allem Kinder; das Down-Syndrom ist sekundär: Also: Kinder mit Down-Syndrom.
„leidet am Down-Syndrom“
bei ......liegt ein Down-Syndrom vor
Eine Liste mit weiteren diskriminierenden Formulierungen und Alternativen findet sich hier.
Eine Hilfe im sensiblen Umgang mit Begriffen bietet auch das „Buch der Begriffe. Sprache. Behinderung. Integration“ , herausgegeben von Integration:Österreich. Es ist u.a. für Interessierte aus der Medienbranche gedacht, die sich hier Basiswissen für publizistische Arbeiten abseits der Klischees holen können.
Das Buch kann hier downgeloaded oder bestellt werden.
SabinA - 21. Mär, 10:21